Die Geschichte ist nicht zu Ende

Die Familie Krivobokov flog am 15.03.2020 von Moskau nach Berlin und schon am darauf folgenden Tag war der Aufnahmetermin im KMG Klinikum Güstrow. 3 Tage lang führten die Ärzte der HNO Abteilung des Klinikums bei dem kleinen Vladimir alle nötigen Untersuchungen durch, mit dem Ergebnis, dass eine Cochlear Implantation notwendig ist und aus medizinischer Sicht durchgeführt werden kann.

Der OP Termin war schon festgelegt, als die Situation durch das Corona Virus die Operation verhinderte. Alle geplanten, nicht unbedingt  erforderlichen Operationen mussten bekanntlich verschoben werden. Für die Familie bedeutete dies, nach Moskau zurückzufliegen. Das war zwar eine unerwartete Enttäuschung, aber die Gewißheit, dass Vladimir sobald wie möglich mit einem CI System versorgt werden würde, machte die Familie doch zuversichtlich.

Da die Züge nur mit großer Einschränkung fuhren, brachte Klaus Gollnick (Vorstandsmitglied der Lehnhardt Stiftung) die Familie im eigenen Auto zum Flughafen nach Berlin. Der Flug, es war der letzte direkte nach Moskau vor dem Flugverbot, war pünktlich. Mutter und Kind kamen sicher Zuhause an.
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen bei einem neuen Termin. So lange wartet ein kleiner Koala mit zwei CIs auf Vladimir in Güstrow.

 

Geschenk zum 3.Lebensjahr: das wollen wir schaffen

Vladimir Krivobokov, geb. 21.03.2017 aus Moskau, Russland.

Der Kleine hat von Anfang an viele Diagnosen, mit denen er kämpfen mußte: Herzoperationen, Lungenentzündung,Tracheotomie und Laryngomalazie (krankhafte Erweichung des Kehlkopfes durch unzureichenden Kalziumeinbau in das Larynxskelett) und jetzt noch bilaterale sensorineurale Taubheit. Sein Hörnerv auf der rechten Seite ist zu dünn, aber eine Operation ist in Russland leider nicht möglich.
Glücklicherweise ist Vladimir bei seinen anderen Krankheiten mittlerweile gut rehabilitiert. Er kann nicht nur selbstständig atmen, sondern auch essen, und läuft gerne, imitiert Bewegungen, kommuniziert lebhaft mit anderen Kindern und Erwachsenen.
Wegen seiner Taubheit bekommt er regelmäßige Sprachtherapie und trägt zwei Hörgeräte, damit sein Gehirn etwas mitbekommt und nicht "vergisst", wie es Töne und Geräusche verarbeitet soll.
Die Surdopädagogen, die ihn betreuen, sind überzeugt, dass er mit einem CI System große Fortschritte machen wird. Die Eltern und 2 große Schwestern warten sehnsüchtig auf seine ersten Wörter und da kann die Versorgung mit einem Cochlear Implantat helfen.
Aber für die Versorgung benötigt die Familie finanzielle Unterstützung. Die benötigte Summe besteht aus 2 Teilen: Die Kosten für das CI System und für die OP Kosten.
Wir haben bereits eine Zusage von der Organisation "Ein Herz für Kinder" und die Familie hat Geld in Russland gesammelt. Das reicht jetzt für das CI System, aber es fehlt noch das Geld für die Krankenhauskosten einschließlich OP, die im KMG Klinikum in Güstrow bei Prof.Just geplant ist.

Das Angebot vom Klinikum finden Sie hier.

Vladimir und seine Familie wären sehr dankbar, wenn Sie mithelfen würden!

 

Seit 20 Monaten kann Mira hören

Liebe Frau Dr.Dr.h.c. Monika Lehnhardt-Goriany,
… die Zeit vergeht …
Seit 20 Monaten kann Mira mit Hilfe der Ohrimplantate hören.
Mira aus der Ukraine kam taub zur Welt. Sie haben ihr sehr geholfen!
Am 21.02.2018 wurde Mira im Uni-Klinikum Jena operiert und hat die Cochlear Implantate bekommen (*Mira kann hören!). Am 8.03.2018 bei der Erstanpassung in Erfurt hat Mira das erste mal die Stimme ihrer Mutter gehört (*Mira:erste Erfolge). Das alles war sehr aufregend und rührend. Sie haben uns den ganzen Weg unterstützt.
Mira besucht mit Freude seit Oktober 2018 einen Kindergarten. Sie spielt sehr gerne mit Kindern. Sie ist ein aufgewecktes und kluges Mädchen.
Mira hört! Sie kann schon kleine Sätze sprechen und es werden immer mehr!
Herzlichen Dank, dass Sie unserer Mira die Chance für ein erfülltes und freundiges Leben gegeben haben.
Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie frohe Weihnachten
und ein gesundes neues Jahr 2020.

Herzliche Grüße

von Miras Mama Katja Kozyr mit Familie aus der Ukraine und Mira Tandetzky mit Familie.

Was bedeutet ein Upgrade für Erwachsene mit CI?

Ich bin froh, Ihnen mitteilen zu können, daß ich am 13. November den langersehnten neuen Sprachprozessor bekommen habe. Jetzt besitze ich einen modernen Nucleus 7. Ich habe es lange erhofft und erwartet. Endlich ist es in der Ukraine möglich geworden, daß die älteren Sprachprozessoren nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen, die im Kindesalter operiert wurden, gegen Nucleus 7 ausgetauscht werden.
Ich bin Ihnen unendlich dankbar für die mir damals zu Verfügung gestellten Freedom und Nucleus 6 Prozessoren. Der Freedom war eine Rettung für mich in 2014, wo die Austauschsituation nahezu eine Katastrophe war. Ich wüsste nicht, wie ich ohne diese Hilfe mein Studium hätte meistern könnte, erst im Kolleg und dann an der Akademie.
Nachdem ich den Nucleus 6 als Austausch bekommen habe, wollte ich die beiden vergleichen und habe nach etwa 2 Monaten wieder den Freedom eingesetzt. Nach ein paar Tagen war dieser kaputt. Der Nucleus kam also zum richtigen Zeitpunkt! Und hat mir auch sehr geholfen.
Der Nucleus 6 hat mich überzeugt mit seiner SmartSound IQ with Scan Funktion. Er ist sehr komfortabel zu tragen und einzusetzen. Mit dem Freedom hört man alle Geräusche auf einem Niveau, mit Nucleus 6 aber werden sie automatisch reguliert und eingestuft, was in lauten Umgebungen sehr vorteilhaft ist. Ich habe bemerkt, daß ich aus der Ferne leise Geräusche besser hören kann dank der niedrigeren Schwellwerte.
Ich habe den Nucleus 6 nach dem Austausch Dmitri Alexandrovich zurückgegeben. Nun lerne ich mit dem Nucleus 7 umzugehen mit all seinen neuen Möglichkeiten. Ich bin jetzt im letzten Jahr meines Magister Studiums an der Akademie für Engineering und Pädagogik und bereite mich auf die Magisterarbeit und auf Arbeitssuche vor. Mit dem neuen Sprachprozessor kann ich mit Zuversicht in die Zukunft blicken und bin Ihnen für Ihre Unterstützung sehr dankbar.

Hochachtungsvoll,
Viktor Dikov

Wichtige Fakten zur Lehnhardt Stiftung


Die Lehnhardt Stiftung wurde von Ernst und Monika Lehnhardt im Jahre 1994 gemeinsam gegründet. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ernst Lehnhardt (1924 – 2011) hat 1988 als erster HNO Arzt ein taub geborenes, nur 1 1⁄2 Jahre altes Kleinkind mit einem Cochlear Implant versorgt.

Dr. Dr. h.c. Monika Lehnhardt-Goriany etablierte die Firma Cochlear Europe in der Schweiz im Jahre 1987, leitete diese als CEO bis 1999 und konzentrierte ihre Aktivitäten seither auf alle Länder Zentral- und Ost-europas.

Der Zweck der Stiftung ist die Förderung der Früherkennung, Früherfassung und Nachsorge einer möglichen Hörstörung, insbesondere nach Cochlear Implantation. Die Aufklärungsarbeit richtet sich an Ärzte, Therapeuten, Politiker, Medien und vor allen an die Eltern.
Taubheit ist die häufigste sensorische Beeinträchtigung bei Neugeborenen, 1 von 1.000 ist davon betroffen. Daher ist das neonatale Hörscreening ein Muss.
Frühzeitige Erfassung, Erkennung und Intervention sind eine notwendige Voraussetzung für die Erzielung bestmöglicher Resultate: die gelungene Integration tauber Kinder in die hörende Welt.

Zu den wichtigsten Projekten der Lehnhardt Stiftung zählen:

    • 1991 die Gründung des ersten Cochlear Implant Centrums in Hannover, wo bis heute Eltern mit Kindern mit CI beraten werden. Heute gibt es 15 derartige (Re)Habilitationszentren in Deutschland.
    • Aktiv und finanziell unterstützte die Stiftung auch die Gründung eines CIC in Poznan, Polen.
    • Förderung der Gründung der österreichischen, der deutschen und der europäischen Cochlear Implant-Gesellschaften (1995).
    • Unterstützung der Einführung des neonatalen Hörscreenings in Deutschland mit der Kampagne „Mammi schau mal… ob ich hören kann“.
    • Gründung der Lehnhardt Academy 2002 mit dem Ziel, die begleitende Integration zu fördern.
    • Gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, Prag, Warschau und Pamplona wurde das QUESWHIC (Qualification of Educational Staff, Working with Hearing Impaired Children) Lehrprogramm entwickelt, gefördert durch die EU im Rahmen des Comenius Programms (2002 – 2005).
    • Die Trainingsmodule sind im Internet zugänglich. Das Folgeprojekt HICEN (Hearing Impaired Children and heir Educational Needs) wurde mit Partnern aus UK, Belgien, Spanien und Deutschland erarbeitet. Es ist ebenfalls im Internet zugänglich.
    • 2009 ist das Jahr, in dem die Lehnhardt Sitftung digital auftritt, indem eine Plattform für Online Seminare für russisch-sprachige Therapeuten und Eltern – PORA – etabliert wird. Seit nunmehr 10 Jahren bieten wir regelmäßig zwei Mal im Monat Präsentationen und Forum-Diskussionen LiveOnline an.
    • Seit 2000 unterstützen wir taube, bedürftige Kinder bei der Aufbringung finanzieller Mittel und der Suche nach einem geeigneten Chirurgen / CI Zentrum. Unser erster Schützling – ein Waisenkind aus Lettland – lebt heute in einer Familie in Washington. Bis heute konnten wir mehr als 200 Kindern den Weg aus der Stille ebnen, sie kommen vorwiegend aus der Ukraine, aus Kyrgyzstan, aber auch aus Armenien, Estland, Litauen, Lettland, Moldavien, Rumänien, Russland, Uzbekistan, Turkmenistan, Bangladesh, Ghana und Uganda.
    • 2011 lancierten wir eine sehr erfolgreiche Spendenaktion für gebrauchte Sprachprozessoren. Damit verhalfen wir CI Trägern zu einem neueren Modell des externen Teils des CI Systems, das durch täglichen Gebrauch auch Gegenstand der Abnutzung ist und somit nach einigen Jahren nicht mehr oder nur teilweise funktionstüchtig ist. Ein Rückfall in die Taubheit ist für die Kinder mit CI ebenso wie für die Familienangehörigen höchst traumatisch.
    • Seit 2014 ist Kyrgyzstan in unseren Focus gerückt.
Eine neue Initiative starteten wir Ende 2018: Grant Funding.
Wir reichten zwei Projekte („Klinik Partnerschaften – spezifisch für CI“ und
„Early Intervention“) beim GIZ ein.
„Klinik Partnerschaften“ wurde genehmigt, die Umsetzung verzögert sich aus einigen Gründen, soll aber in 2020 realisierbar sein.
„Early Intervention“ wollen wir in modifiziert Form erneut einreichen.
Kurzfristig planen wir die Gründung eines Netzwerkes von Kirgisen im
Ausland (im ersten Schritt in den deutschsprachigen Ländern Österreich,
Deutschland und Schweiz), die bereit sind, das Ziel „Unsere Kinder in
Kyrgyzstan dürfen nicht taub bleiben müssen“ ideell oder finanziell zu
unterstützen. Daraus sollte ein Förderverein entstehen, der sich aktiv in die
Verfolgung dieses Ziels einbringt.

Monika Lehnhardt-Goriany

14.11.2019

Für diese 11 kleinen Kinder hat sich die Welt verändert.

Für diese 11 kleinen Kinder hat sich Ende September dieses Jahres (2019) die Welt verändert. Sie werden nicht taub bleiben, sie werden nicht stumm bleiben und sie werden all die Nachteile, die sich für ihre Gesamtentwicklung daraus ergeben hätten, nicht ertragen müssen.

Sie haben ein Cochlear Implantat erhalten – das öffnet ihnen den Weg in die Welt des Hörens. Ein erster Schritt war die Operation, die dankenswerter Weise wieder einmal Prof. Vladimir I. Fedoseev aus Moskau durchgeführt hat.

Nun warten sie auf die Anpassung des Sprachprozessors, des äußeren Teiles des CI Systems Ende Oktober. Das ist dann der große Moment, wo sie zum ersten Mal Geräusche wahrnehmen werden, die sie später zu deuten lernen.

Sie werden verstehen, sie werden mit ihren hörenden Mitmenschen kommunizieren können und sie haben alle Chancen auf ein glückliches Leben.

Wir, die Lehnhardt Stiftung, haben das mithilfe von Sponsoren aus Deutschland wieder einmal geschafft. Wir sind stolz, jetzt schon 40 kleine Schützlinge in Kyrgyzstan zu haben.

Guten Tag Frau Monika! Ich bin Ajzada, die Tante von Anina Esengulova, Ich möchte meine große Dankbarkeit ausdrücken und verbeuge mich tief vor Ihrem guten Herzen. Ohne Sie hätten wir es nicht geschafft. Es ist gut, dass unsere Welt auf solchen responsiven und edlen Menschen wie Ihnen beruht, die nicht am Unglück eines anderen vorbeigehen können. Ihre Hilfe ist uns sehr wichtig und wir werden es niemals vergessen. Mögen Sie nur gute Menschen auf Ihrem Weg treffen und mögen Sie nur gute Nachrichten in Ihrem Leben bekommen! Mit Hochachtung Ajzada

Esengulova Anina

Liebe Monika, wir - die Familie von Elinur Kamchybekov - schreiben an Sie diesen Brief um Ihnen und der Lehnhardt Stiftung unseren Dank auszudrücken. Ich (Sezim-Elinur´s Mutter) kann unser Glück gar nicht beschreiben. Wir schätzen es sehr hoch, was Sie für Elinur getan haben.  Von mir und meiner Familie nochmals ein herzliches Dankeschön! Monika!

Elinur Kamchybekov

Wir,mein Mann und ich werden Ihnen ein Leben lang dankbar sein für Ihr gutes Herz. Dafür, dass uns das Schicksal die Begegnung mit Ihnen beschert hat, Sie bewirken so viel Gutes und Notwendiges! Leider richtet unsere Regierung nicht die erforderliche Aufmerksamkeit auf die Probleme unserer Kinder, aber Sie und Ihre Mitarbeiter helfen unseren Kindern ohne Eigeninteresse und mit offener Seele. Ich verneige mich tief. Gebe Gott Ihnen beständige Gesundheit, Lebensernergie und Kraft und mögen Sie ein so angenehmer Mensch und eine so interessante und schöne Frau bleiben!!! Auch wollen ich und mein Mann Ihrem Mann Michael Worte der Dankbarkeit sagen und viele glückliche Lebensjahre wünschen für seine Mühe, Zeit und die Liebe zu seiner Arbeit.  Immer Ihre Elja, mein Mann Zhygral und unser Sohn Tomik.

Ich möchte Ihnen für alles danken, was Sie für uns getan haben. Für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung. Ich möchte Ihnen aufrichtig Glück, Frieden und Wohlbefinden wünschen. Sie sind ein bemerkenswerter Mensch. Möge in Ihrem Leben alles bestens sein. Danke Ihnen für Ihr Mitgefühl.  Sie machen diese Welt besser. Mögen Sie niemals erkranken und eine so liebe, sanfte und fröhliche Frau bleiben. Mit Hochachtung die Mama von Saparbekova Alijya

Saparbekova_Alijya_1

20 Jahre Cochlear Implant Centrum (CIC) MV “Ernst Lehnhardt” Güstrov, Mecklenburg-Vorpommern

CICAm 15.Juni 2019 feierte das Cochlear Implant Centrum MV ” Ernst Lehnhardt” in Güstrow sein 20jähriges Bestehen. Dieses Zentrum ist einzigartig in Mecklenburg-Vorpommern und hat in den 20 Jahren seines Wirkens mehr als 500 Patienten, die in den Uni Kliniken Rostock und Greifswald, sowie in Güstrow und Schwerin mit einem Implantat versorgt wurden, auf ihrem Weg in die Welt des Hörens begleitet und betreut. Das war ein Grund zum Feiern und sich über das bisher Erreichte zu freuen.

Die neue Leiterin Frau Zelma, die die Nachfolge von Frau Benedict vor einem Jahr antrat, hatte eingeladen und 200 Gäste besuchten die Veranstaltung, gaben ihr die Atmosphäre eines großen Familientreffens, das durch interessante Vorträge bereichert wurde, wie von Prof. Kaftan, HNO Chefarzt  des Helios Klinikums Erfurt, und der Leiterin des Elternverbandes für hörgeschädigte Kinder in MV , Frau Prehn. Aber den berührendsten Beitrag leisteten die vielen kleinen CI Träger mit ihrem  fröhlichen Stimmengewirr.

Lehnhardt Stiftung war durch Klaus Gollnick vertereten.

Leiterin CIC Frau Zelma

Frau Benedict Klaus Gollnick Frau Zelma

 

Klaus Gollnick, Vorstandsmitglied der Lehnhardt Stiftung

Spenden für kirgisische Kliniken & Kinder

Shirin Zhumabaeva, HNO-Ärztin im National Center of Maternity and Childhood Care in Bishkek besuchte ein HNO-Seminar in Salzburg.

Bei dieser Gelegenheit konnten wir ihr für zwei Referenzkliniken in Kirgisistan Screeninggeräte ( kombiniert OAE und ABR ) sowie 10 Bücher (ru Übersetzung) von Gisela Batliner,  Hörgeschädigte Kinder spielerisch fördern (PDF-E-Book, siehe Buchpräsentation 2018) übergeben.

Die Screeninggeräte sind eine Spende der Lehnhardt Stiftung gemeinsam mit Peter Zoth und seiner Stiftung ‘PLACE’

 

Danilkin Alyosha: zurück in die Welt der Klänge

Guten Abend, liebe Monika!

 Ich heiße Danilkina Olga und ich wohne in Kiew, in der Ukraine. Ich habe zwei Söhne und der große Sohn Alexey (22) wurde mit einem Handicap geboren. Er hat uns viel beigebracht und dabei geholfen, viel zu verstehen. Wir versuchen seine   Hörprobleme zu lösen und lernen dabei ständig wunderbare Menschen kennen und Sie sind einer von ihnen. Gestern haben wir von Ihnen das lang ersehnte Geschenk erhalten – der Sprachprozessor! Heute wurde das Gerät erfolgreich angepasst auf ein Testprogramm. Nächste Woche werden wir Anpassungen vornehmen und Alyosha wird wieder in die Welt der Klänge, Musik und Kommunikation zurückkehren.

Unser SP ist bereits mehr als 6 Jahre alt – es wurde im April 2012 angeschlossen und seit mehr als anderthalb Jahren kann Alyosha nichts damit hören: Fremdgeräusche, einige Frequenzen einfach fallen aus. Die Chancen, so ein SP als Upgrade vom Staat zu bekommen sind sehr gering und undeutig. Vielleicht ist es März 2019 oder vielleicht August.

Alyosha ist bereits ein erwachsener Mensch und er ist ziemlich abgenervt, dass er auf das Gerät angewiesen ist. Er versucht Lösungen zu finden, und die unklare Situation mit dem aktuellen SP hat ihn in eine so traurige Stimmung gebracht, dass er die Operation schon bereut hat, dass er im Vergleich zu Hörgeräten zu einem hochwertigen Gehör gewechselt hat und es sich alle 5-6 Jahre wiederholen wird. Um die Situation selbst zu lösen muss man sich große Mühe geben – zum Beispiel, das Gerät selbst bezahlen.

Ich schreibe das, um Ihnen Bescheid zu geben, dass Sie uns geholfen das Problem zu lösen. Sie haben Alyoscha das Gerät nicht nur geschickt, sondern Sie haben meinem Sohn eine Gelegenheit gegeben wieder problemlos hören zu können. Das Problem, dass uns so viel Kraft, Verstand und Zeit genommen hat, wurde erfolgreich mit Ihrer Hilfe gelöst.  Sie haben uns Zeit gelassen, um auf den SP zu warten und eventuell zu bekommen.

Monika, wir sind aufrichtig dankbar für Ihre Teilnahme und Ihren Wunsch, zu helfen! Vielen Dank, dass Sie unsere Probleme wahrgenommen haben und dass Sie Zeit und Lösungen für solche Probleme haben!

Wenn Sie irgendwelche Probleme haben und ich Ihnen irgendwie helfen kann – schreiben Sie mir bitte. Ich werde mir Mühe geben, um Ihnen zu helfen!

Ich bin Ihnen sehr dankbar.

Danilkina Olga

12/04/2018

Kiew